4. August 2008German Polo Masters/Sal. Oppenheim Gold Cup 2008
Den Sieg beim diesjährigen Sal. Oppenheim Gold Cup 2008 in Keitum auf Sylt sicherte sich das Team Bonapart mit Peter Ostendorf, Moritz Gaedeke, Gonzalo Yanzon und Oliver “Nolly” Winter in einem packenden Finale mit 7:4 gegen die gleichfalls sehr gut aufgelegten, aber am Ende leicht erschöpft wirkenden Spieler des Teams Lloyd Fonds mit Gaston Maiquez, Jens Thomsen, Francisco Posse und Georg List. Für Aufregung sorgte dabei…eine Szene zwischen Maiquez und Gonzalo Yanzon, als letzterer den Profi auf tendenziell diskussionswürdige Weise aus dem Sattel stemmte: Während sich sein Pferd, vom Gewicht des Reiters befreit, in Richtung VIP-Zelt davon machte, stapfte Maiquez schnurstracks zur Ponyline, um dort seinem “Polo Rage” Zeit zum Verrauchen zu geben, während die Gäste bei entgegen allen Vorhersagen bestem Wetter mit dem wie immer brillanten Moderator David Andrews rätselten, ob, wann und wie es wohl weitergehen würde. Schließlich aber gewann Maiquez’ Professionalität die Oberhand, und mit frischem Pferd ging es so überzeugend weiter, daß Maiquez sich am Ende noch den Titel des “most valuable player” sichern konnte.
Eine begeisternde Partie hatte vorher schon das Team Bentley Hamburg gezeigt, als es sich im kleinen Finale gegen das Team Tom Tailor den dritten Platz sicherte mit einem hochverdienten 11:6 - und nicht etwa nur mit 10:6, wie es die gelegentlich leicht verschlafene Crew am Scoreboard ebenso falsch wie beharrlich bis zum Schluß anzeigte. Insbesondere Jack Kidd verblüffte mit phänomenalen Toren und machte das vierte Chukka zum wohl denkwürdigsten des gesamten Turniers, als er nicht nur zwei Tore praktisch vom Spielfeldmittelpunkt aus erzielte, sondern kurz vor Schluß sogar noch den beim Polo extrem seltenen Hattrick schaffte: drei Tore des selben Spielers in einem Spielabschnitt, das sieht man nicht alle Tage.
Besonderes Highlight des Turniers ohne Frage auch die Leistung des DPV-Präsidenten Hans-Albrecht v. Maltzahn. Wer glaubte, das Team Sal. Oppenheim, in dem Maltzahn gemeinsam mit Clemens Graf Wedel, Alejandro Olmos und Christopher Kirsch aufspielte, als “Rentnerband” verfrühstücken zu können, sah sich getäuscht: Weniger gelassen-präsidial als vielmehr mit phänomenalem Einsatz, einem lange nicht gesehenen Zug zum Ball und nicht zuletzt großer Schlagsicherheit präsentierte sich Maltzahn in Top-Form; der am Ende letzte Platz im Gesamtranking nach einer abschließenden Niederlage gegen das ansonsten glücklose Team Lanson wird seiner Leistung auf Sylt nicht gerecht.
Nachzutragen noch das Ergebnis im Spiel um Platz 5: Hier lieferten sich das Team König Pilsener und die “grandiosen” Titelverteidiger um den 7-Goaler Lucas Labat ein heißes Gefecht, das am Ende Team GR.AN.DI.OS. mit 6:5 knapp für sich entscheiden konnte.



