12. Juli 2008Es kann der Frömmste…
…nicht in Frieden Polo spielen, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Dieses Lehrstück wird derzeit aufgeführt im amerikanischen Bridgehampton, wo die Durchführung der Mercedes-Benz Polo Challenge am seidenen Faden hängt.

Beim Hearing: Alex Rodan, Manager Bridgehampton Polo Club
Gegen das traditionsreiche Charity-Turnier in den Hamptons, bei dem unter anderem Polo-Beau Nacho Figueras sowie die 10-Goaler Mariano Aguerre und Facundo Pieres aufspielen sollen, hat sich eine kleine Bürgerinitiave aus reichen New Yorkern gebildet, deren Wochenendvillen… an das Spielgelände grenzen. Bei der gestrigen Anhörung in der Town Hall von Bridgehampton wurden dann die Hauptargumente der Pologegner enthüllt: Einerseits störe das Motorengeräusch der Zugmaschinen bei der morgendlichen Anfahrt der Pferdetransporter den gesunden Schlaf, andererseits argwöhne man, dass es sich bei den Grooms ganz überwiegend um Ausländer handle, die zudem während des Turniers in Wohnwagen untergebracht seien. Dabei wisse doch jeder, dass es sich bei „Landarbeitern ohne festen Wohnsitz und ohne dokumentierten amerikanischen Hintergrund“ um die „gefährlichsten Menschen überhaupt“ handle, so Sherry Lynn Lovejoy, die Sprecherin der Initiative. Das jährliche Poloturnier bedeute schon jetzt einen „massiven Wertverlust“ für ihr Wohneigentum, so Lovejoy weiter. Amerika, Du hast es besser? Darüber wird die Ratsversammlung am kommenden Freitag um 10 Uhr abstimmen…


